Die SCHLICKIANA sind die Schriftenreihe der Moritz-Schlick-Forschungsstelle der
Universität Rostock. In loser Folge werden hier Monographien, Sammelbände und Dokumentationen erscheinen,
in denen profunde Kenner der Philosophie des 20. Jahrhunderts und der Geschichte der empirischen
Wissenschaften ihre aktuellen Forschungsergebnisse darstellen und diskutieren und damit zugleich die
vielfältigen Arbeitsschwerpunkte der Moritz-Schlick-Forschungsstelle dokumentieren. Insbesondere sollen
einschneidende Ereignisse, welche die Philosophie und die Wissenschaften der heutigen Zeit nachhaltig geprägt
haben, aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven beschrieben werden. Sowohl Arbeiten zu den Ursprüngen
und Entwicklungen philosophie- und wissenschaftshistorisch bedeutsamer Umwandlungsprozesse als auch solche
zu weiterführenden biographischen, werkgeschichtlichen und sozio-kulturellen Kontexten sollen Eingang in die
Bände der SCHLICKIANA finden. Indem sie die Aktualität von Moritz Schlick als eines Brückenbauers zwischen
den Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaften herausstellen, sollen die SCHLICKIANA zugleich anregen, die
vielfach eng gezogenen Fächergrenzen aufzubrechen und einen fruchtbaren Dialog zwischen den unterschiedlichen
Kulturen des Wissens zu führen.
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Band 1: Moritz Schlick. Leben, Werk und Wirkung (2008).
Moritz Schlick, der von 1911 bis 1921 an der Rostocker Universität lehrte und dessen vielfältige Leistungen
erst in der jüngsten Zeit eine entsprechende nationale wie auch internationale Würdigung erfahren, gilt heute als
einer der bedeutenden Vertreter der wissenschaftlichen Philosophie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Aus Anlass seines 125. Geburtstages fand im September 2007 in Rostock eine internationale wissenschaftliche Tagung
statt, die sich ausschließlich mit dem Leben, dem Werk und der Wirkung des Begründers des Wiener Kreises beschäftigte.
Mit Beiträgen von Christian Bonnet, Tobias Breidenmoser, Fynn Ole Engler, Massimo Ferrari, Dieter Hoffmann,
Mathias Iven, Olaf Müller, Michael Stöltzner, Niko Strobach und Erinnerungen von Barbara van de Velde-Schlick.
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Band 2: Moritz Schlick. Die frühen Jahre (1882-1907) (2008).
Der in Berlin geborene Philosoph und Physiker Moritz Schlick zählt ohne Zweifel zu den bedeutenden
Intellektuellen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Physiker wie Einstein, Laue oder Planck fanden in ihm ihren »Propheten« (Born), lieferte er doch mit Raum
und Zeit in der gegenwärtigen Physik (1917) und seiner Allgemeinen Erkenntnislehre (1918) die notwendige
wissenschaftsphilosophische Fundierung ihrer Theorien.
Erstmals werden hier Schlicks Jugendjahre einer wissenschaftlich-biographischen Betrachtung unterzogen.
Anhand zahlreicher Briefe und Materialien aus dem bisher nur wenig erschlossenen privaten Nachlass und auf
der Grundlage von Dokumenten aus Archiven des In- und Auslandes wird dabei vor allem den Ursprüngen seines
Denkens nachgespürt.
Der zeitlich-inhaltliche Rahmen umfasst nicht nur die Berliner Schulzeit (1888–1900) und die Studienjahre
(1900–1904), sondern auch die daran anschließende »Zeit der Suche« bis zum Erscheinen der Lebensweisheit
und Schlicks Umzug nach Zürich (1907).
Eine ausführliche Chronik der Jahre 1882 bis 1910 und eine Stammtafel der Familien Schlick und Hardy
ergänzen den Band.
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Band 3: Wittgenstein und Schlick (2010).
Brian McGuinness, der sich seit Jahrzehnten intensiv
mit dem Leben und Werk Ludwig Wittgensteins beschäftigt,
nahm die Einladung zu den Rostocker Moritz-
Schlick-Vorlesungen zum Anlass, nicht nur die Beziehungen
zwischen Wittgenstein und Schlick zu beleuchten.
Er setzte sich auch mit einigen bisher weniger beachteten
Aspekten in deren Umfeld auseinander.
So untersucht er im ersten Beitrag den Einfluss, den
Schlick auf Wittgensteins Hinwendung von der Mathematik
zur Psychologie hatte. Anhand eines an Herbert
J. Paton gerichteten Briefes zeigt McGuinness dann
die Wirkungsmächtigkeit, die das deutsche idealistische
Denken auf das Philosophieren von Gilbert Ryle ausübte.
Er beschreibt daran anschließend das Schicksal
und die »Irrfahrten« des Friedrich Waismann in den
Jahren seit 1937 und wirft schließlich auch noch ein
neues Licht auf das Verhältnis von Wittgenstein und
Piero Sraffa.
Am Schluss des Bandes stehen zwei Betrachtungen zu
Rozalia Rand. Neben Ausführungen zu ihrer Rolle innerhalb
des Wiener Kreises finden sich darin auch bisher
unbekannte Dokumente zu ihrem englischen Exil.
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Band 5: Moritz Schlick. Ursprünge und Entwicklungen seines Denkens (2010).
Die vielfältigen wissenschaftlichen Leistungen von Moritz Schlick erfahren in jüngster Zeit eine zunehmende Beachtung.
Als einer der bedeutenden Vertreter der wissenschaftlichen Philosophie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt er zu
den Wegbereitern der analytischen Philosophie, insbesondere der modernen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Daneben
lieferte er wichtige Beiträge zur Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie.
Im September 2009 fand zum zweiten Mal das Internationale Rostocker Moritz-Schlick-Symposion statt. Die zentrale Frage
dieser wissenschaftlichen Tagung lautete: Wo liegen die Ursprünge des Schlickschen Philosophierens und welcher Einfluss ging von
anderen Denkern auf die Entwicklung seiner eigenen Position aus?
Mit Beiträgen von Tobias Breidenmoser, Fynn Ole Engler, Björn Henning, Mathias Iven, Jan Michel, Christian Möckel,
Olaf Müller, Flavia Padovani, Michael Pohl, Niko Strobach, Scott A. Walter, Hans Jürgen Wendel und Sebastian Zacharias.
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